Film-Matinee Monsanto - mit Gift und Genen
Am Sonntag, den 10. Mai 2009, um 9:30 Uhr veranstaltet BürGenLand (Bürger für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz) im Olympia Kino in Leutershausen eine Filmvorführung mit gentechnikfreiem Frühstücksbuffet. Weitere Informationen hier unter www.buergenland.de.
Genmais stoppen
Der Gen-Mais MON810 ist die einzige Gentechnikpflanze, die in Europa kommerziell angebaut wird. Ein Riesenfehler: Schleichend verunreinigen seine Pollen die gentechnikfreie Landwirtschaft. Verfüttert landet der Risiko-Mais als Käse, Eier und Fleisch auf unseren Tellern. Frankreich, Österreich, Griechenalnd, Polen und Rumänien haben den Gen-Mais verboten. Dabei verlangen 70% der BürgerInnen in Deutschland ein Verbot. Helfen Sie mit, den Vormarsch des Gen-Mais bei uns zu stoppen. Wie das geht? > mehr
Verbot für Genmais – Anbaustopp in Ladenburg
Wir vom OV Bündnis90/Die Grünen begrüßen die Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), den Anbau und Saatgutverkauf des gentechnisch veränderten Mais MON 810 des Konzerns Monsanto zu verbieten. Diese Entscheidung war wegen der Gefahren für die Umwelt schon lange überfällig, denn die Verdachtsmomente, wonach der Monsanto-Genmais ein potenzielles Risiko für Natur und Tierwelt, z.B. Marienkäfer, bestimmte Schmetterlinge und Wasserflöhe darstellt, häuften sich. Mit dem Verbot setzte Aigner kurz vor der Mais-Aussaat eine EU-Schutzklausel in Kraft und erwartete daher kein Vorgehen der EU-Kommision gegen diesen Beschluss. Fünf europäische Länder hatten Genmais bereits verboten. Im Ergebnis musste jetzt die baden-württembergische Landesregierung klare Konsequenzen ziehen und die geplanten Sortenversuche in Ladenburg und Rheinstetten absagen. Nach Aussagen des zuständigen Ministers Peter Hauk (CDU) werden in diesem Jahr überhaupt keine gentechnisch veränderten Pflanzen in Baden-Württemberg angebaut werden.
Die mächtigen Saatgutkonzerne wie Monsanto werden jedoch nicht freiwillig aufgeben. 40.000 Hektar wollte Monsanto in diesem Jahr bundesweit eigentlich mit seinem genveränderten Mais MON 810 bewirtschaften lassen, das wären ca. 2% der gesamten Maisanbaufläche in Deutschland. Beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angemeldet wurden dann gerade mal knappe 4000 Hektar, und auch die sind nun verboten. Die Entscheidung ist sinnbildlich für das Scheitern eines Großkonzerns, der in Deutschland seinen Einfluss über- und den Widerstand unterschätzt hat. Wir müssen uns aber auf weitere Auseinandersetzungen und Diskussionen einstellen, denn das Verbot gelte nur für dieses Jahr und nur für diese Sorte. Aber wir wissen, dass mehr als drei Viertel der Bevölkerung auf unserer Seite stehen.
Im nächsten Schritt fordern die Grünen nun von der EU das Verbot weiterer Genmaissorten, die auf den Markt gedrängt werden sollen, sowie die Schaffung einer klaren rechtlichen Grundlage auf EU-Ebene, damit künftig den Mitgliedsländern die Entscheidung zum Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen allein überlassen bleibt.
Das Aussaatverbot von MON-810 ist ein großer Erfolg des jahrelangen Engagements von Umweltorganisationen und Ökolandwirten. Auch für das breite Bürgerbündnis „BürGenLand“ in der Rhein-Neckar-Region ist der Verzicht auf den Versuchsstandort Neubotzheim eine Bestätigung ihrer Arbeit. Wir gratulieren BürGenLand recht herzlich zu dem Erfolg und verweisen auf die Feier/Veranstaltung am Sonntag, den 26.April um 18 Uhr im Domhofsaal/Rathaus in Ladenburg. Dabei sein wird Percy Schmeiser, ein Landwirt aus Kanada, Vorkämpfer gegen den Monsanto-Konzern und Träger des Alternativen Nobelpreises. Das Grußwort spricht Fritz Kuhn, MdB.







